Begegnungsstätte für nachbarschaftliches
und kulturelles Zusammenleben

  • Ein Ort für Begegnung und Austausch
  • Raum für Gemeinschaft und persönliche Entwicklung
  • Treffpunkt für alle

Elmar-Limberg-Platz 4, 23554 Lübeck

Info Nachbarschaftsbüro: Tel. 0451/4082308

Von links nach rechts: Meys, Elif, Jonas und Fahri Can

Neuer Foodsharing-Schrank in Vorwerk-Falkenfeld

Schülerinnen und Schüler der Schule Tremser Teich setzen Zeichen für Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und gelebte Nachbarschaft.

Vier Schülerinnen und Schüler der Schule Tremser Teich haben im Rahmen eines Abschlussprojekts einen neuen Foodsharing-Schrank oder auch FairTeiler-Schrank genannt für den Stadtteil geplant und gebaut.

Der neue Schrank steht ab sofort vor dem Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld, am Elmar-Limberg-Platz 4, und steht allen zur Verfügung. Dort können überschüssige, noch genießbare Lebensmittel hineingelegt oder mitgenommen werden – nach dem Prinzip des Foodsharings. Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und gleichzeitig Menschen unkompliziert zu unterstützen.

                             Die Idee entstand nicht ohne Grund: Bereits in der Vergangenheit gab es einen Foodsharing-Schrank am Bürgerhaus. Dieser wurde jedoch Ende 2024 durch Vandalismus stark beschädigt und musste abgebaut werden. Die vier Jugendlichen wollten sich damit nicht abfinden und machten es sich zur Aufgabe, einen neuen Schrank zu entwerfen und zu bauen.

Mit viel Engagement und in Eigenleistung entwickelten sie ein eigenes Design, planten die Umsetzung und fertigten den Schrank in zahlreichen Arbeitsstunden selbst an. Besonders ins Auge fällt die liebevolle und farbenfrohe Gestaltung. Mit kreativen Motiven und freundlichen Farben haben die Schülerinnen und Schüler den Schrank zu einem echten Hingucker gemacht.

Im Rahmen ihrer Abschlussprojektprüfung präsentierten sie ihr Projekt vor einer Prüfungskommission in der Schule und konnten dabei nicht nur ihr handwerkliches Können, sondern auch ihre organisatorischen und sozialen Kompetenzen unter Beweis stellen. Nach erfolgreichem Abschluss wurde der Schrank am Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld aufgestellt und bereits mit ersten Lebensmittel bestückt.

Den Jugendlichen lag dabei besonders der soziale Gedanke am Herzen. Sie möchten einen Ort schaffen, an dem Teilen, Nachhaltigkeit und gegenseitige Unterstützung selbstverständlich sind. Ihr Projekt zeigt eindrucksvoll, wie junge Menschen Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen und mit eigenem Engagement etwas Positives für ihren Stadtteil bewirken können. Die Jugendlichen erklärten Ihre Motivation mit den Worten, „uns war es wichtig etwas gegen die soziale Ungerechtigkeit hier im Stadtteil zu tun.“

Das Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld bedankt sich herzlich bei den vier Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz. Mit ihrem Projekt haben sie nicht nur einen praktischen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung geleistet, sondern auch ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Miteinander in Vorwerk gesetzt. „Der vorherige Foodsharing-Schrank wurde in der Nachbarschaft sehr gut angenommen. Die Zerstörung wurde mit Wut und Unverständnis durch die Anwohner: innen wahrgenommen. Bis heute erreichten uns Nachfragen ob es wieder einen neuen Foodsharing-Schrank geben wird“ gibt Sina Tiedje, Mitarbeiterin des Nachbarschaftsbüros Vorwerk-Falkenfeld der Hansestadt Lübeck an.

Nun sind die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, den Foodscharing-Schrank zu nutzen und so gemeinsam dazu beizutragen, dass die Idee des Teilens im Stadtteil weiterlebt. Auch Foodsharing e.V. wird das Projekt weiter unterstützen.

Besuch der Gedenkstätte Ahrensbök

Man muss schon genau hinschauen, um sie zu entdecken: Die Gedenkstele an der Schwartauer Landstraße beim Tremser Teich. Mehr als 1000 jüdische Häftlinge aus dem Auschwitz-Nebenlager Fürstengrube waren im Januar 1945 bei Schnee und Frost auf einen Todesmarsch getrieben worden. Die meisten von ihnen erreichten Lübeck nicht. Sie starben unterwegs an Hunger, Kälte, Misshandlungen oder wurden erschossen.

Nach qualvollen Monaten zu Fuß, auf Kohlewaggons und schließlich in einem Elbkahn kamen die Überlebenden im Frühjahr 1945 am Vorwerker Hafen an. Von hier ging es weiter Richtung Neustadt, wo sie mit Häftlingen aus anderen Lagern auf das völlig überfüllte KZ-Schiff Cap Arcona gedrängt wurden. Dort kam es Anfang Mai nach Bombardierungen der britischen Luftwaffe zur Katastrophe. Nur wenige überlebten.

Kürzlich haben wir uns mit der Gruppe natur.erleben.vorwerk auf den Weg zur Gedenkstätte Ahrensbök gemacht, um mehr über die Geschehnisse der letzten Monate vor Kriegsende 1945 zu erfahren. Im dortigen Erinnern an den Terror der NS-Zeit nimmt derTodesmarsch durch Lübeck und Ostholstein einen breiten Raum ein. Zur Gedenkarbeit gehören auch die insgesamt 12 Stelen in dieser Region. Teilnehmer eines internationalen Jugendcamps hatten sie 1999 entlang der Route aufgestellt.

Voraussichtlich im November soll eine neue Infotafel bei der Stele am Tremser Teich besser verdeutlichen, wofür die Stele steht.

Genauere Informationen dazu folgen zu gegebener Zeit.

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Trotz Regen und Wind – viele Freiwillige vom Bürgerhaus Vorwerk-Falkenfeld, der dortigen Initiative natur.erleben.vorwerk, der benachbarten Jugendfeuerwehr Lübeck-Vorwerk und  Hanse-Obst Lübeck trafen sich am Samstag zur Pflanzaktion für acht Obstbäume (Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen) auf der Wiese am Tremser Teich: Buddeln, Pfähle setzen, Bissschutz anbringen, gießen, Stamm anbinden…viele Handgriffe, Erfahrungen und Hoffnungen wirkten zusammen, um den jungen Bäumen gute Startbedingungen zu geben. Am Ende gab es für die Helfenden Wärme und Stärkung bei heißen Getränken und frisch gebackenem Apfelkuchen. Ermöglicht wurde die Anlage der Streuobstwiese als Beitrag für sozialen Zusammenhalt im Quartier, Biodiversität und Klimaschutz, gesunde, regionale und saisonale Ernährung durch Förderungen der Possehl-Stiftung und der Sparkassen-Stiftung Lübeck. Die Flächennutzung geschieht in Abstimmung mit der Stadt Lübeck. Ein Dank an alle, die so kooperativ zum Gelingen dieses Vorhabens beigetragen haben!

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